Akupunkturpunkte Kopf

Akupunkturpunkte am Kopf

Neben Akupunkturpunkten am Ohr und am Körper gibt es auch Akupunkturpunkte im Rahmen der TCM am Kopf. Deren Nadelung wirkt vor allem heilend auf Störungen des Bewegungsapparates und des Zentralen Nervensystems. Am Kopf empfinden es sicherlich einige Patienten als recht unangenehm, wenn sie genadelt werden. Die Akupunktur am Kopf kann den Patienten letztlich aber Linderung von ihrem Leiden bringen. Es gibt eine ganze Reihe von Akupunkturpunkten am Kopf, welche auch gleichzeitig verwendet werden.

Die wichtigsten Akupunkturpunkte am Kopf

Die Akupunkturpunkte am Kopf befinden sich am Kinn, an der Stirn und auch an den Wangen. Zu den wichtigsten Akupunkturpunkten zählt der als Baihue benannte Akupunkturpunkt, der sich auf der Mitte des Schädels befindet, und zwar auf der Verbindungslinie zwischen den höchsten Punkten der Ohrmuschel und die Zusammenkunft aller Leitbahnen darstellt. Es handel sich hier um den zwanzigsten Punkt des Lenkergefäßes und wird verwendet, wenn die Akupunktur gegen Kopfschmerzen, Benommenheit, Unruhe, aber auch gegen Verspannung der Nackenmuskulatur und gegen Vergesslichkeit helfen soll. Bekämpft werden kann an diesem Punkt auch Tinnitus und Schwindel sowie Gleichgewichtsstörungen. Ein weiterer wichtiger Akupunkturpunkt am Kopf ist der Jingming. Dieser befindet sich an der Nasenwurzel seitlich, genauergesagt 3 mm neben dem Augenwinkel in einer Delle von 1 bis 3 mm. Wird dieser Akupunkturpunkt stimuliert, hilft dies bei Weit- und Kurzsichtigkeit, bei Nachtblindheit, bei Augenrötungen und Sehnervenentzündung, ebenso wie bei Netzhautentzündung, grauem Star, Migräne, Stirnkopfschmerzen, Einschlafstörungen und verstopfter Nase. Die Wirkweise der Akupunkturpunkte am Kopf ist also nicht nur auf einen Bereich des Körpers begrenzt, wie dieses Beispiel deutlich macht. Dabei stellt dieser Akupunkturpunkt im Rahmen der TCM den Kreuzungspunkt von Blase, Dünndarm und Magen dar und vertreibt Wind, klärt Augen, zerstreut Wind und kühlt Hitze und macht die Netzbahnen frei. Alle diese Wirkungen nach der TCM sind auch auf die entsprechenden Erkrankungen zu übertragen, die auch schulmedizinisch behandelt werden könnten.

Durchführung der Akupunktur am Kopf

Bevor die Akupunkturpunkte am Kopf stimuliert werden können, müssen diese erst einmal identifiziert werden. Dies geschieht über die manuelle Hand-, Bauchdecken- oder Halsdiagnostik. Wurden die Punkte ausgewählt, werden die sterilen Nadeln eingebracht und verbleiben für ca. 30 Minuten. Je nach Krankheitsbild werden gleich an mehreren Akupunkturpunkten am Kopf Nadeln gesetzt. Im Rahmen der Akupunktur zur Geburtsvorbereitung wird der Kopfbereich ebenfalls einbezogen. Die dann aktiven Akupunkturpunkte befinden sich neben am Kopf auch noch an anderen Stellen. Vor ca. 30 Jahren wurde von einem japanischen Arzt eine neue Variante der Akupunktur am Kopf entwickelt. Diese soll insbesondere eine therapeutische Brücke schlagen zwischen West und Ost, also zwischen der Traditionellen Chinesischen Medizin und den westlichen Vorstellungen. Die Neue Schädelakupunktur (YNSA) basiert auf der asiatischen Vorstellung ähnelt aber der Ohrakupunktur, bei der sich auch der gesamte menschliche Körper in diesem Organ widerspiegelt. Die YNSA-Akupunkturpunkte entsprechen der Wirbelsäule, den Gesichtsnerven und den Hüften. Stellvertretend für diese Orange werden die jeweiligen Akupunkturpunkte dort stimuliert. Auch zu dieser neuen Variante der Akupunktur am Kopf liegen bereits Studien vor, die belegen, dass Beschwerden teils langanhaltend gelindert werden können. Die Philosophie, die hinter dieser Methode steckt, ist dass der Schmerz durch die Nadelung einfach aus dem Schmerzgedächtnis gelöscht wird.