Japanische Akupunktur

Japanische Akupunktur – was ist das?

Neben der TCM, der Traditionellen Chinesischen Akupunktur gibt es auch noch die Japanische Akupunktur. Ähnlich wie die TCM hat auch die Japanische Akupunktur eine recht lange Tradition. Es gibt allerdings einige Unterschiede, an denen man die Chinesische von der Japanischen Akupunktur unterscheiden kann. Zunächst ist der Unterschied, dass bei der japanischen Variante für den Patienten keinerlei Schmerzen entstehen. Auch die Findung der Diagnose ist eine andere. Die Diagnose bei der japanischen Variante geschieht durch die subtile Pulsuntersuchung und durch das Abtasten vom Bauch des Patienten. Man spricht hier auch von der sogenannten Hara-Diagnose. Hierbei kommt es vor allem auf die taktilen Wahrnehmungsfähigkeiten (also auf die Wahrnehmung mit den Fingerspitzen) an, die der Untersucher besitzen sollte. Dies erklärt auch, warum diese Art der Akupunktur lange Zeit nur von blinden Therapeuten ausgeübt wurde.

Das Moxakraut

Eine große Bedeutung kommt im Rahmen der Japanischen Akupunktur dem Moxakraut zu. Dies ist hochgereinigt und kommt bei der sogenannten direkten Moxibustion zum Einsatz. Dabei werden kleine Moxakegel an ihrer Spitze auf der Haut angezündet. Doch bevor es beim Patienten zu Verbrennungen kommen kann, werden diese wieder gelöscht. Die Wirkung des angezündeten Moxakrauts ist vergleichbar mit dem Einstechen der Nadeln. Auch wenn dies erst einmal befremdlich wirkt und ein bisschen brutal, stößt die Moxibustion im Westen immer mehr auf Interesse und stellt heute eine Alternative für die Menschen dar, die zwar eine Akupunktur wünschen, aber vor dem Einstechen der Nadeln direkt Angst haben. Die Kunst mit dem Moxakraut umzugehen wird schon seit langer Zeit an japanischen Akupunkturschulen gelehrt. Die erste Schule dieser Art wurde nachweislich schon im Jahr 718 eröffnet. Dabei gab es bis zum Jahr 1895 ein staatliches Ausübungsverbot der Akupunktur für Sehende. Das heißt die Japanische Akupunktur war traditionell ein Blindenberuf.

Verwendung der Nadeln

Im Rahmen der Japanischen Akupunktur werden natürlich auch Nadeln verwendet. Doch die Nadeltechniken sind bei dieser Art von Akupunktur subtiler und feiner als im Rahmen der TCM. Die Nadeltechnik ergänzt dabei die Moxibustion und macht die Japanische Akupunktur ein bisschen vielfältiger, als die TCM. Die Japanischen Akupunkturnadeln sind Einmalnadeln, die an der Spitze diamantenscharf geschliffen sind. Die modernen Akupunkturnadeln sind hauchfein mit Silikon beschichtet, so dass das Einstechen in die Haut besonders leicht und schonend vonstattengehen kann. Diese Nadeln werden in die Akupunkturpunkte gestochen, die denen der TCM entsprechen. Allerdings wird im Rahmen dieser Akupunktur die sogenannte Meridiantherapie oder das Manaka „X-Signalsystem“ zur Anwendung gebracht. Auch die aus der TCM bekannten 5 Elemente spielen hier eine Rolle. Dabei setzt man bei der Japanischen Akupunktur vom Prinzip her darauf, dass in die Stellen gestochen wird, die dazu beitragen können den Selbstheilungsprozess bei allen möglichen Erkrankungen einzuleiten. Yin und Yang spielen hier keine Rolle, weil dies ausschließlich auf dem chinesischen Qi beruhen bzw. darauf Einfluss nehmen.