Augmentierte Akupunktur

Bei der augmentierten Akupunktur handelt es sich um eine sogenannte verstärkte Akupunktur. Hierbei handelte es sich um eine sofort wirksame und effiziente Therapie, die bei verschiedenen Beschwerden und bei verschiedenen Zielgruppen angewandt werden kann. Die Akupunktur wird im Rahmen dieser Therapie in Kombination mit einer Neuraltherapie und Elektrostimulation angewandt. Entwickelt wurde die augmentierte Akupunktur durch den Konstanzer Arzt Dr. Dusan Covic. Eine Studie der Universität Freiburg belegt dabei die Wirksamkeit dieser Akupunktur, die eine sinnvolle Alternative darstellt zu sonstigen Behandlungen, die bei akuten Beschwerden angewandt werden können. Weitere Studien gibt es inzwischen auch, die die Wirksamkeit dieser Akupunktur-Methode ebenfalls belegen. Dies bezieht sich vor allem auf die Medikation. Denn häufig lässt sich durch die Anwendung dieser Behandlung die Einnahme nicht ganz nebenwirkungsfreier Medikamente gänzlich verhindern. Nicht anwenden darf man eine derartige Akupunktur, wenn der Patient einen Herzschrittmacher trägt, bei einer bestehenden Schwangerschaft und während der Stillzeit. Auch Kinder unter 12 Jahren können sich einer derartigen Behandlung nicht unterziehen. Während der Menstruation sollte eine derartige Behandlung ebenfalls nicht durchgeführt werden. Und auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann die Wirksamkeit dieser Art von Akupunktur reduzieren. Diese Art der Akupunktur wird vor allem Patienten vorgeschlagen, die wegen ihres Heuschnupfens leiden und bei denen die schulmedizinischen Behandlungen bisher versagt haben.

Durchführung und Anwendungsbereiche der augmentierten Akupunktur

Angewandt werden kann diese Behandlung schon bei Kindern ab 12 Jahren. Der häufigste Grund, warum ein Behandler wegen einer derartigen Akupunktur konsultiert wird, ist Heuschnupfen. Die Durchführung der augmentierten Akupunktur geschieht dabei durch die lokale Hautwiderstandsmessung mittels Punktsuchgerät im Bereich des Nackens und unter lokaler Betäubung. Durch diese Vorgehensweise werden zwei Akupunkturpunkte identifiziert und diese anschließend lokal betäubt. An diesen Akupunkturpunkten wird dann ein Stromimpuls platziert. Die für Heuschnupfen verantwortlichen „Windpunkte“ befinden sich im Übrigen neben der Halswirbelsäule. Die Philosophie dieser Akupunktur beruht in diesem Zusammenhang darauf, dass hierdurch das körpereigene Cortison aktiviert wird. Durchgeführt werden kann die augmentierte Akupunktur bei dem ersten Auftreten der Symptome. Das heißt im Fall von Heuschnupfen, wenn sich die ersten Anzeichen der Pollenallergie zeigen. Meist ist nur eine Behandlung pro Pollenflugsaison nötig. Es kann aber auch sein, dass wegen der Schwere der Erkrankung eine zweite Sitzung von Nöten ist.

Wirkweise der Behandlung

Die augmentierte Akupunktur ist eine einmalige Akupunktur mit elektrischer Stimulation. Die meisten Patienten sind nach der Behandlung bis zu sechs Wochen heuschnupfenfrei. Bei einigen Patienten macht sich die Wirkung der Akupunktur sofort bemerkbar. Bei anderen setzen die Wirkung erst einige Tage nach der Behandlung ein. Die augmentierte Akupunktur ist keine Prophylaxe, weil die ersten Anzeichen der Pollenallergie schon bei der Behandlung vorhanden sein müssen. Der Akupunktur-Reiz während der Behandlung durch die Elektrostimulation verstärkt. Nach dem Grundgedanken der TCM wird hierdurch der Qi-Fluss verbessert und wieder in Harmonie gebracht. Wissenschaftlich zu erklären ist dieser Vorgang nicht.