Akupunktur Nebenwirkungen

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine sehr schonende Art der Behandlung von Krankheiten und Beschwerden. Im Vergleich zu Behandlungsmethoden der Schulmedizin gibt es bei der Akupunktur keine bzw. nur selten Nebenwirkungen, die dann ihrerseits einer Behandlung bedürfen. Am häufigsten kommen Blutergüsse an den Einstichstellen der Nadeln vor. Doch auch vegetative Kreislaufreaktionen nach der Akupunktur Behandlung können auftreten. Dass Akupunkturnadeln abbrechen, wenn sie in die Haut gesteckt, darin leicht gedreht oder herausgezogen werden, sind Horrorgeschichten, die meist von den Medien erfunden werden. Denn die Akupunkturnadeln bestehen aus einem Spezialstahl, der gar nicht brechen kann. Dennoch kann es sein, dass durch unzureichendes Nadelmaterial, also nicht sterile Nadeln, es zu Nebenwirkungen wie zum Beispiel Hautrötungen oder gar Infektionen kommen kann. Es kann zudem auch sein, dass die Einstichstelle etwas blutet. Dies ist aber meist nicht mehr als nur ein Tropfen, etwas was auch passieren kann, wenn man sich beim Nähen in den Finger sticht. Insbesondere bei den sogenannten Nadelungsschmerzen ist bisher aber nicht eindeutig erwiesen, dass es sich tatsächlich um eine Nebenwirkung handelt. Es kommt dabei natürlich auch an, was vom Patienten als Schmerz bezeichnet wird. Einige Patienten sind schmerzempfindlich und empfinden natürlich jeden Nadelstich als sehr quälend bzw. schmerzhaft. Andere verspüren bei den Nadelstichen überhaupt keinen Schmerz und bemerken ihn nicht. Im Bezug auf die Schmerzen bzw. Nebenwirkungen, die bei einer Akupunktur entstehen können, gibt es zahlreiche Studien. Eine stammt aus dem Jahr 1996 vom amerikanischen National Institutes of Health (NIH). Diese Studie hebt sehr deutlich hervor, dass es extrem niedrige Nebenwirkungs- bzw. Komplikationsraten bei der Akupunktur gibt, wenn man dazu im Vergleich die Behandlungen im Rahmen der Schulmedizin betrachtet.

Ursachen für Nebenwirkungen

Es gibt allerdings eine Reihe von Ursachen, die einige Nebenwirkungen auslösen können. Auf der einen Seite ist hier die Unerfahrenheit von einem Behandler. Allerdings ist jeder, der die TCM Ausbildung gerade abgeschlossen hat, nicht gerade unerfahren. Denn bevor dieser sich Therapeut oder Akupunkteur nennen darf, absolviert dieser im Rahmen der Ausbildung in der Praxis bereits einige Akupunkturen am lebenden Menschen. Es gibt dann aber auch noch die Ursache, dass Akupunkturpunkte nicht exakt getroffen werden. Es ist allerdings selten, dass es in diesem Fall beim Patienten zu irgendwelchen schwerwiegenden Nebenwirkungen kommt. Häufig ist die Ursache der möglichen Nebenwirkungen, die eine Akupunktur mit sich bringen kann, auch beim Patienten selbst zu finden. Häufig von Nebenwirkungen berichten nämlich auffallend psychisch labile und angespannte Patienten. Des Weiteren ist die Gefahr, dass irgendwelche Nebenwirkungen auftreten auch bei ängstlichen und kreislaufschwachen Patienten recht hoch. Zudem kann auch die Position eine Rolle spielen, die der Patient bei der Akupunktur einnimmt. Sitzt dieser auf dem Behandlungsstuhl, sind Nebenwirkungen gar nicht so selten. Bei Patienten, die liegend behandelt werden, werden keine Nebenwirkungen beobachtet. Auffallend kommt es Studien zufolge auch nur bei der ersten Akupunktur Sitzung zu derartigen Nebenwirkungen. Ein sehr empfindlicher Bereich ist das Ohr. Hier ist es wichtig, dass darauf geachtet wird, dass der Knorpel nicht innerviert wird bei der Akupunktur. Keine Nebenwirkungen treten auf, wenn bei der Dauernadelung flach genadelt wird. Das heißt, wenn die Nadelspitze subkutan dem Knorpel anliegt, ohne darin einzudringen.

Nebenwirkungen durch Muskelbewegungen

Doch auch bei nachfolgenden Akupunktur Behandlungen kann es durchaus zu Schmerzen kommen. Diese kann durch Muskelbewegungen des Patienten ausgelöst werden. Und dies hat wiederum seine Ursache, weil der Patient unter Umständen sehr nervös ist und sich während der Akupunktur bewegt. Diese Verhaltensregeln werden einem Patienten aber schon vor der ersten Akupunktur Sitzung erläutert. Der Behandler sollte daher dafür sorgen, dass sich sein Patient im Behandlungsraum wohlfühlt. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass der Patient sich entspannen kann. Mögliche Nebenwirkungen, die der Patient verspürt während der Akupunktur sollte dieser dem Behandler umgehend mitteilen.