Akupunktur Migräne

Akupunktur bei Migräne

Als Migräne bezeichnet man anfallsweise auftretende Kopfschmerzen, die sich durch Bewegung noch verstärken können. Zu den Kopfschmerzsymptomen kommen auch noch Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit und Appetitlosigkeit hinzu. Der Migräne gehen dabei meist auch besondere Empfindungen wie Sehstörungen voraus, die sogenannte Aura. In deren Rahmen kann es aber auch zu Kribbelgefühlen oder zu Lähmungen kommen. Für die Behandlung eignen sich neben Medikamenten auch entspannende Therapien, wie die Akupunktur. Deren Ziel ist es, die Symptome zu lindern und auch die Häufigkeit der Migräneattacken auf eine geringere Anzahl zu bringen. Die Akupunktur eignet sich ganz besonders gut für die Behandlung von Migräne, da man davon ausgeht, dass bei den Migräneattacken das Gleichgewicht des Gehirnstoffwechsels gestört ist und die Schmerzempfindlichkeit der Blutgefäße hierdurch beeinflusst wird. Es wird davon ausgegangen, dass bei Migräne kleine Blutgefäße im Gehirn entzündlich verändert sind. Akupunktur kann auch als Präventionsmaßnahme gegen Migräne zum Einsatz kommen. Auf diese Weise kann die Anfälligkeit für Migräne herabgesetzt werden. Durch Akupunktur lässt sich Migräne auch in der Schwangerschaft behandeln, wo die Einnahme von hochwirksamen Medikamenten nicht möglich ist, weil sonst das Leben des ungeborenen Kindes gefährdet würde. Die Anfälligkeit bei Schwangeren für Migräne ist allerdings recht gering. Viele Frauen, die sonst von Migräne geplagt waren, haben in der Schwangerschaft gar keine Migräneattacken.

Verschiedene Akupunktur Methoden wirken

Die Akupunktur wird vor allem empfohlen von Ärzten, wenn die Betroffenen häufig unter Migräne leiden. Dabei ist die Behandlung mit Nadelstichen im Vergleich zu der Behandlung mit Medikamenten von keinen Nebenwirkungen belastet. Schon nach wenigen Sitzungen stellen sich bei vielen Patienten deutliche Verbesserungen ein. Doch wie genau die chinesische Heilmethode auf den Körper wirkt bei Migräne, ist bisher noch unklar, ebenso wie die genaue Ursache von Migräne selbst. Neben der Akupunktur nach der TCM gibt es auch noch andere Arten der Akupunktur, bei der insbesondere bei Migräne gute Ergebnisse erzielt werden können. Hierzu gehört auch die Sham-Akupunktur, bei der die Nadeln nicht nach den chinesischen Akupunkturpunkten in die Haut eingestochen werden, sondern einige Zentimeter davon entfernt, an den sogenannten Maximalpunkten auf den Meridianlinien. Diese Form der Akupunktur wird auch Schein- bzw. Placebo-Akupunktur genannt. Die Nadeln werden hierbei nicht so tief eingestochen wie bei der Akupunktur nach der TCM. Bei der sogenannten Placebo-Akupunktur setzt man auf die etwas breiteren Tendinomuskulären Meridiane, von denen aus besonders stark auf muskuläre Verspannungen eingewirkt werden kann durch einen Einstich. Darüber hinaus werden bei der Sham Akupunktur auch Areale ausgewählt, welche gleichzeitig auf den Tendinomuskulären Meridianen liegen sowie in den Headschen Zonen. Und diese wiederum stehen in einem Bezug zu den Krankheitssymptomen. Es gibt dabei spezielle Triggerpunkte, die den die Migräne auslösenden Trigger, wie das Auftreten von plötzlichem Stress oder Veränderungen des Tagesrhythmus bzw. ausgeprägte Emotionen und hormonelle Veränderungen in der Lage sind diesen entgegenzuwirken.