Akupunktur Heuschnupfen

Akupunktur bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen, der allergischen Rhinitis, besteht eine übermäßige Reaktion des Immunsystems der oberen Atemwege auf Pollen. Davon betroffen sind Nase, Rachenraum und auch die Bronchien. Viele Betroffene haben auch Probleme mit den Augen und mit den Ohren, die von der allergischen Überreaktion in Mitleidenschaft gezogen sind. Um den Betroffenen zu helfen unterziehen diese sich einer oftmals jahrelangen Desensibilisierungstherapie. Doch die meisten leiden auch weiterhin an Heuschnupfen oder sogar auch an allergischem Asthma. In der Chinesischen Medizin verfolgt man im Bezug auf Heuschnupfen einen anderen Ansatz. Dieser baut auf der Vorstellung auf, dass die oberen Verdauungsorgane, insbesondere das Milz Pankreas System, geschwächt ist. Das bedeutet, dass die Nahrung nicht ausreichend verdaut werden kann, was zu der übermäßigen allergischen Reaktion führt. Wird von dieser Vorstellung ausgegangen ist es nicht verwunderlich, dass die Akupunktur, die auch gerne gegen Heuschnupfen eingesetzt wird, darauf ausgerichtet ist, dass diese das geschwächte Milz Pankreas Organsystem stärken und die überschüssige Energie ableiten soll.

Lunge im Blickpunkt der Akupunktur gegen Heuschnupfen

Durch die Akupunktur wird vor allem die Lunge gedämpft. Hierdurch kann der Füllezustand der oberen Atemwege ausgeglichen werden. Die normale Funktion der Schleimhäute kann sich so wieder herstellen. Üblich sind bei einer Akupunktur, die gegen Heuschnupfen wirken soll, dass 8 bis 12 Behandlungen durchgeführt werden. Begonnen wird eine derartige Therapie 1 bis 2 Wochen vor dem voraussichtlichen Beginn der Beschwerden, und zwar mit 2 Behandlungen in der Woche. Die Behandlung wird dann über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen fortgesetzt. In den letzten Wochen der Behandlung wird die Anzahl der wöchentlichen Sitzungen auf eine begrenzt. Eine Sitzung hat eine Länge von etwa einer halben Stunde. In einer Sitzung werden meist nicht mehr als 16 Nadeln in die Haut gestochen. Alternativ kann auch eine andere Form der Akupunktur, wie die Laserakupunktur angewandt werden. Die Kosten für eine Akupunktur bei Heuschnupfen und auch bei anderen Allergien werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Kosten dafür müssen vom Patienten selbst getragen werden. Die Wirkung der Behandlungen hält 12 Monate an. Das heißt vor der nächsten Pollenflugsaison muss die Prozedur wiederholt werden. Denn beseitigt werden können die Symptome von Heuschnupfen nur für die jeweils darauffolgende Pollenflugsaison.

Ernährung und Akupunktur bei Heuschnupfen

Im Mittelpunkt der Anwendung von TCM steht aber nicht nur die Akupunktur, sondern auch eine begleitende chinesische Ernährungsmedizin. Das bedeutet für den Betroffenen vor allem das Meiden von allem Süßen. Auch sollte das Essen sehr gut gekaut werden und man sollte sich Zeit nehmen das Essen zu genießen. Gemieden werden sollten Lebensmittel wie Gurken, Melonen und auch rohe Karotten. Nährende Suppen, wie Hühnersuppe oder Gemüsesuppe werden indes empfohlen. Abends sollte zudem auch nicht zu spät gegessen werden. Denn sonst bleibt die Nahrung unverdaut im Darm liegen und die Symptome können sich wieder verschlimmern.