Akupunktur lernen

Akupunktur lernen – so geht es

Im einstigen kaiserlichen China war es eine Ehre in eine Akupunktur-Schule aufgenommen zu werden. Dort lebten die Schüler und wurden gemeinsam in kleinen Gruppen ausgebildet. Die Meister ihres Faches zeigten den Schüler im Auditorium mindestens einmal die Woche ihr Können und diese dürften staunen. Doch das Hineinspüren ist natürlich bei der Akupunktur sehr viel wichtiger als nur das Zusehen. Vor allem müssen diejenigen, die Akupunktur lernen möchten ein Feingefühl haben und nicht bereit sein den Patienten die Nadeln einfach so in die Haut zu rammen. Eine Ausbildung zum Akupunkteur dauert drei Jahre, wenn es nicht nur ein Fernkurs sein soll, den ein Heilpraktiker aber jederzeit belegen kann. Dabei ist es in China selbst heute so, dass unter der derzeitigen Regierungsform es unmöglich wäre derartige Schulen zu betreiben und die Meister müssten sich sogar verstecken. Im Westen indes wird sehr großen Wert auf die alte und Traditionelle Chinesische Medizin gelegt. Im Rahmen der Ausbildung spielt aber nicht nur sie eine Rolle, sondern auch die Hygiene und die modernen Hilfsmittel, die es heute für die Akupunktur gibt. Die in Deutschland angebotene Ausbildung ist berufsbegleitend. Da es sehr viele Formen der Akupunktur gibt und die Techniken sich doch ein wenig unterscheiden und man diese nicht durcheinander werfen darf, läuft das Akupunktur lernen so ab, dass nur das erste Jahr der Ausbildung strukturiert ist. Danach werden die Ausbildungseinheiten den individuellen Fortschritten angepasst.

1. und 2. Jahr der Akupunktur Ausbildung

Im ersten Jahr wächst der angehende Akupunkteur in die verantwortungsvolle Behandlung hinein. Die Grundlagen der TCM werden in diesem ersten Jahr vermittelt. Dabei spielt es natürlich auch eine Rolle, dass der angehende Akupunkteur mit sich selbst im Reinen ist. Einfache Meditationstechniken können dabei helfen. Hier wird auch gelehrt, wie man Abstand zum Patienten bekommt, um diesem wirklich helfen zu können. Denn Mitleid wird zum Mitgefühl und daraus erwächst die Hilfslosigkeit. Schon im Einführungskurs sollte sich der Teilnehmer überlegen, ob er der ganzen Sache gewachsen ist. Der Einführungskurs gibt dem Teilnehmer dabei auch Zeit zu entdecken, welche Fähigkeiten in ihm schlummern. Am Ende des 2. Jahres ist der angehende Akupunkteur schon in der Lage, dass er selbstständig die ersten Anwendungen durchführen kann. Denn bis dahin wurde die Praxis schon lange vertieft. Im 2. Jahr ist es wichtig wegen der Zulassung, dass die Heilpraktikerprüfung abgelegt wird.

Der Weg zum Meister

Die Dauer der weiteren Ausbildungszeit lässt sich nach dem 2. Jahr nicht mehr so genau vorhersagen. Es kommt hier auf die Ziele und Wünsche des Teilnehmers an, ob er vielleicht noch einige Spezialkurse belegen möchte. Der Weg zum Meister ist eine individuelle Ausbildung, die jeder auch so gestalten kann, wie er zeitlich dafür Termine freimachen kann. Das Meister sein setzt natürlich voraus, dass alle Akupunktur Techniken beherrscht werden, und zwar einwandfrei.